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Leserbrief vom 9.12.2006 in den BNN: Dem Volk aufs Maul schauen Ist Projekt Nordtangente/Zweite Rheinbrücke unabdingbar? Die Referenten der Veranstaltung des Aktionsbündnisses „Für ein lebenswertes Karlsruhe – ohne Nordtangente haben am 07.Nov.06 ihre Argumente zum Thema schlüssig und verständlich vorgetragen. Im BNN-Artikel vom 09.Nov. sind jedoch wichtige Aussagen des Verkehrgutachters Hans-Peter Kleemann, für deren Folgerungen er „riesigen Beifall erhielt“, etwas zu kurz gekommen. Nach seiner Kenntnis werde von den Verantwortlichen im Zusammenhang mit der Entlastung der Südtangente offiziell von einem Verkehrsaufkommen von 100 000 Fahrzeugen im Jahresschnitt und Tag mit wachsender Tendenz ausgegangen; nach ihm bekannten Messungen sei aber das Verkehrsaufkommen seit der Jahrhundertwende bei circa 70 000 konstant oder eher rückläufig. Als logische Hintergründe nannte er dafür u.a. die augenblicklichen demografischen Verhältnisse und die Treibstoffpreise. Die Schäden an der bestehenden Rheinbrücke schätzt Herr Kleemann als leicht bis mittelschwer ein. Die Notwendigkeit der Vollsperrung der Brücke zur Durchführung der Sanierung bezeichnete er als überflüssig. Vorauszusetzen sei allerdings, dass die Sanierung umgehend in Angriff genommen wird. Man müsse es nur wollen. Es gäbe genügend Beispiele von Brücken ähnlicher Struktur, deren Sanierung ohne Vollsperrung nahezu reibungslos durchgeführt wurde. Herr Kleemann ließ allerdings keinen Zweifel daran, dass die Pfälzer Seite zu Abnahme des Verkehrs über eine zweite Rheinbrücke auf badischer Seite eine geeignete Infrastruktur voraussetzt. Ohne Infrastruktur keine zweite Rheinbrücke. Ergänzend zur Nordtangente selbst sagte Herr Kleemann sinngemäß, dass ein vor Jahrzehnten konzipiertes Projekt im Sinne der gewünschten Entlastung des Lebensraums in keiner Weise mehr für die heutigen Anforderungen und Bedürfnisse Richtung weisend sein könne. Betrachtet man den vollbesetzten Stephanssaal - eingeschlossen drei Stadträte und ein MdL - und die zur Diskussion gestellten Fragen als repräsentativ für die Haltung der Karlsruher Bürger, so muss man die Befürworter des Projekts Nordtangente/Zweite Rheinbrücke suchen. Demnach haben einige unserer Stadtväter und -mütter jetzt das Problem, den Begriff „Entlastung“ im Zusammenhang mit dem Gesamtprojekt genauer zu definieren, natürlich unter Berücksichtigung des pfleglichen Umgangs mit Steuergeldern. Vielleicht hilft dabei, „dem Volk aufs Maul zu schauen“. Übrigens, „Hängebäuche“ sind meistens eine „Belastung“! Oder? Karlsruher Gemeinderat lässt sich nicht für neue europäischeAutobahnquerspange instrumentalisierenKarlsruhe 23.2.2006, Gemeinsame PressemitteilungDie Unterzeichner: Arbeitskreis Nordtangente, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) OV Karlsruhe, die Arbeitskreise der Hardtwaldfreunde e.V., AKSE und KANU vom BV Knielingen, LNV AK-Karlsruhe, NABU Karlsruhe, Bürgeraktion Umweltschutz Zentrales Oberrheingebiet e.V. (BUZO), Verkehrsclub Deutschland (VCD, Kreisverband Karlsruhe), Bürgerinitiativen aus Neureut, Hagsfeld und weitere Bürger...........
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Pressemitteilung des Aktionsbündnisses "Für ein lebenswertes Karlsruhe - ohne Nordtangente" , abgedruckt in den BNN vom 9.11.2006 Europäisches Fernstraßennetz in Karlsruhe schließen? Verkehrsexperte warnte vor deutschen Straßenplanern / Lokale Umfahrung für Hagsfeld billiger und schneller / Sanierung Rheinbrücke möglichst bald
Erklärung des Verkehrsgutachters Hans-Peter Kleemann
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